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Deutschlands Behörden erwägen strengere Schritte gegen unregulierte Online-Glücksspielanbieter

David Bauer · Aug 8, 2026

Deutschlands Behörden erwägen strengere Schritte gegen unregulierte Online-Glücksspielanbieter

Illustration zu Steuereinnahmen und illegalem Online-Glücksspiel in Deutschland

Die Bundesländer prüfen derzeit zusätzliche Instrumente, um den Anteil illegaler Online-Glücksspielangebote einzudämmen, nachdem der 2021 in Kraft getretene Glücksspielstaatsvertrag zwar Online-Aktivitäten legalisiert hat, die Steuereinnahmen aus diesem Bereich jedoch spürbar zurückgegangen sind. Bis zu fünfzig Prozent des Online-Glücksspiels, insbesondere im Casino-Segment, laufen über nicht lizenzierte ausländische Anbieter, was zu einem Rückgang der Online-Casino-Steuereinnahmen um etwa fünfzig Prozent in den vergangenen Jahren geführt hat, während landbasierte Casinos und Lotterien stabilere Ergebnisse verzeichnen.

Hintergründe des Glücksspielstaatsvertrags 2021

Der GlüStV 2021 schuf erstmals einen einheitlichen Rahmen für Online-Sportwetten, Poker und virtuelle Automatenspiele in Deutschland, doch Beobachter stellen fest, dass Lücken in der Durchsetzung bestehen bleiben, weil ausländische Plattformen weiterhin ohne deutsche Lizenz agieren können. Daten aus offiziellen Quellen zeigen, dass die Kanalisierung der Nachfrage in regulierte Angebote nicht im erwarteten Umfang erfolgt ist, sodass die Steuerbehörden mit geringeren Einnahmen aus dem legalen Markt konfrontiert sind. Experten verweisen darauf, dass die aktuelle Situation vor allem durch technische und rechtliche Herausforderungen bei der Sperrung unzulässiger Angebote entsteht, während landbasierte Einrichtungen und Lotterien ihre Umsätze besser halten konnten.

Aktuelle Lage bei den Steuereinnahmen

Statistiken belegen einen deutlichen Rückgang der Online-Casino-Steuern, der mit dem Wachstum des unregulierten Marktes in Verbindung gebracht wird, während die Gesamtentwicklung im regulierten Bereich hinter den Prognosen zurückbleibt. Steuerstatistiken weisen darauf hin, dass die Kombination aus Lizenzanforderungen und Werbebeschränkungen im Inland den Wettbewerb mit ausländischen Anbietern erschwert, die oft flexiblere Bedingungen bieten. Behörden berichten, dass insbesondere im Casino-Bereich ein großer Teil der Aktivitäten über Plattformen läuft, die keine deutsche Konzession besitzen, was die ursprünglichen Ziele des Vertrags teilweise unterläuft.

Geplante Anpassungen und Durchsetzungsmaßnahmen

Darstellung von Regulierungsmaßnahmen und Marktentwicklungen im deutschen Glücksspielsektor

Die Regierungen der Länder arbeiten an einer Überarbeitung des GlüStV, die bis 2028 verabschiedet werden soll, um bestehende Lücken zu schließen und die Kanalisierung zu verbessern. Vorgesehen sind unter anderem erweiterte Befugnisse für die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder, schnellere Sperrverfahren für nicht lizenzierte Websites sowie eine engere Zusammenarbeit mit Zahlungsdienstleistern, um Transaktionen zu unzulässigen Anbietern zu erschweren. Im August 2026 finden laufende Abstimmungen zwischen den Bundesländern statt, bei denen konkrete Vorschläge für eine verstärkte Kontrolle diskutiert werden, um den Anteil illegaler Angebote zu reduzieren und die Steuerbasis zu stabilisieren.

Vertreter der Aufsichtsbehörden betonen, dass technische Sperren allein nicht ausreichen, sondern dass zusätzliche rechtliche Instrumente notwendig sind, um ausländische Anbieter stärker in die Verantwortung zu nehmen. Gleichzeitig zeigen Analysen, dass landbasierte Casinos und Lotterien weniger von der Konkurrenz durch illegale Plattformen betroffen sind und ihre Einnahmen stabiler entwickeln, was den Unterschied zwischen den Segmenten verdeutlicht.

Auswirkungen auf den regulierten Markt

Die aktuelle Entwicklung hat dazu geführt, dass die ursprünglich erwarteten Steuereinnahmen aus dem Online-Bereich nicht in vollem Umfang realisiert werden, während die Nachfrage nach Glücksspielen insgesamt weiter besteht. Beobachter weisen darauf hin, dass die Kombination aus strengen Werberichtlinien und Lizenzvorgaben im Inland den legalen Anbietern Wettbewerbsnachteile verschafft, sodass ein erheblicher Teil der Nutzer auf nicht regulierte Angebote ausweicht. Die geplanten Anpassungen zielen darauf ab, diese Diskrepanz zu verringern, indem die Durchsetzung verbessert und gleichzeitig Anreize für eine stärkere Nutzung lizenzierter Plattformen geschaffen werden sollen.

Ausblick auf die kommenden Anpassungen

Die für 2028 vorgesehenen Änderungen des Glücksspielstaatsvertrags sollen eine bessere Balance zwischen Regulierung und Marktzugang herstellen, wobei die Erfahrungen der vergangenen Jahre in die Bewertung einfließen. Behörden und Marktteilnehmer beobachten die laufenden Diskussionen, um abzuschätzen, welche Maßnahmen die Kanalisierung nachhaltig unterstützen können, ohne dabei die bestehenden rechtlichen Rahmenbedingungen grundlegend zu verändern. Die Entwicklungen im August 2026 deuten darauf hin, dass die Länder verstärkt auf eine Kombination aus technischen, rechtlichen und administrativen Instrumenten setzen werden, um die Steuereinnahmen aus dem regulierten Online-Glücksspiel wieder zu stabilisieren.

Zusammenfassung der Situation

Zusammengefasst zeigt sich, dass der illegale Online-Glücksspielmarkt trotz des GlüStV 2021 weiterhin einen erheblichen Anteil der Aktivitäten abdeckt, was direkte Auswirkungen auf die Steuereinnahmen hat. Die geplanten Maßnahmen bis 2028 zielen darauf ab, diese Lücken zu schließen, während landbasierte Angebote und Lotterien ihre Position behaupten. Die laufenden Abstimmungen im August 2026 werden zeigen, welche konkreten Schritte die Bundesländer als nächste Priorität setzen, um den regulierten Markt zu stärken und die Steuerbasis zu sichern.